Mittwoch, 6. Februar 2008

Antitrittsicherung

Manche Leute halten sich ja Haustiere.
Schildkröten, um ein frei gewähltes Beispiel herauszugreifen.

Als Tierfreund möchte man seine Schildkröte natürlich nicht die ganze Zeit in einem kleinen Käfig herumkriechen lassen. Also tut man dem Tier etwas Gutes und entlässt es auf Freigang in der Wohnung.

Das blöde ist jetzt natürlich:
Im Gegensatz zu einer Katze oder einem Hund ist die Schildkröte nicht übermäßig schnell. Zudem klein, flach und unauffällig.

Während das Durchschnittsmeerschweinchen bei bedrohlich nahenden Menschenfüßen sofort unter einen Schrank entflitzt und die normale Hausmaus einen Sprung zur Seite tut, ist die Schildkröte eventuell nicht ganz so schnell.
Ehe man sich es versieht, testet man dann die Panzerstabilität seines Haustiers.

Für alle Nichttester wäre eine Antitrittsicherung angebracht.
Man montiert der Schildkröte ein kleines Kästchen auf den Panzer. Dieses scannt die Umgebung in einem variabel eingebbaren Umkreis, z.B. einem Meter und registriert alle „Gegenstände“ die auf es zukommen.
Also vielleicht ein Menschenbein und ein Tischbein, auf das die Schildkröte zuläuft.
Die Antitrittsicherung erkennt nun, dass das Menschenbein lebendig ist, z.B. weil es Wärme abstrahlt und das Tischbein tot und ungefährlich.

Sobald nun ein „gefährliches“ Menschenbein in den definierten Schildkrötenschutzradius eindringt, gibt das Gerät einen lauten Piepston von sich, der den Menschen auf sein Haustier aufmerksam machen.

Nun kann der Tierfreund mit einem großen Schritt die Schildkröte überqueren und dieses froh seine Wege ziehen.
So schützt man sein Haustier und hat noch lange Freude an einer glücklichen Schildkröte.

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